Kunstausstellung: Weber – Fritz – Strugalla "BLICKWECHSEL"
Veranstaltungsort
Städtische Galerie im Kulturhof
Veranstaltungs-Adresse
Termine
49.3167025, 8.4381225
Drei prägende Akteure der Westpfälzer Kunstszene, Irmgard Weber, Wolfgang Fritz und Matthias Strugalla treten in einen künstlerischen Dialog. So eigenständig und verschieden ihre ästhetischen Ansätze auch sein mögen, so gibt es doch inhaltliche und formale Linien, welche Zeichnung, expressi ve Malerei und Prozessbilder miteinander verbinden.
Mit ausgesprochen malerischen Mitteln sucht Irmgard Weber, 1949 in Schöndorf bei Trier geboren und Ramboux- Preisträgerin der Stadt Trier, tiefgrei fende Naturerfah rungen zu reflektie ren und auf oft großformatige Lein wände zu übertragen und künstlerisch zu transformieren. Mitunter sind rea listische Bezüge neben freien, abs trakten Formteilen möglich, spiegeln sie doch das prägende bäuerliche Milieu ihrer Kindheit wider so wie die Landschaftserlebnisse bei Auslandsaufenthalten wie in Island, Norwegen oder im Pfälzer Wald. Gleichzeitig erlaubt sich die Malerin einen kritischen aber nicht hoff nungslosen Blick auf unsere von Klimawandel und Artenster ben bedrohte Umwelt.
Bei Wolfgang Fritz steht im Zentrum seines künstlerischen Schaffens eine prozesshafte, von großer Neugierde geprägte Arbeitsweise, die der Eigengesetzlichkeit des Materials viel Raum lässt. In einem Wechselspiel von Zufall und Ordnung entstehen dynamische Fließbilder und experimentelle Rauchzeichnungen, in denen das Flüchtige des Feuers dauer haft gebannt wird. 1956 in Pirmasens geboren, studierte Wolfgang Fritz an der Städelschule in Frankfurt/Main und hat in zahlreichen Ausstellungen und in verschiedenen Künstler gruppen die Kunst der Region und weit darüber hinaus mit geprägt. Neben den Fließ- und Rauchbildern zeigt Fritz einen Bilderzyklus, der als Reminiszenz an Piet Mondrian zu verstehen ist. Hier formuliert Fritz sein persönliches Statement für die Freiheit, starre Konzepte in der Kunst zu überwinden.
Abstrahierte Figürlichkeit, die weder naturalistische Annähe rung noch Idealisierung sucht, steht im Mittelpunkt bei Matthias Strugalla. Der 1948 im Vogtland geborene Künstler studierte in Mainz Kunstpädagogik und Kunstgeschichte und hat sich nach seiner Lehrtätigkeit am Gymnasium als Zeichner dynamischer Figurenkonstellationen über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. In den komplexen Kompositionen auf Papier werden individuelle und kollektive Befindlichkeiten, Emotionen und Verhaltensweisen lustvoll durchdekliniert, um mit meist schwarz-weißer Palette einen poetischen Klangraum zu erzeugen.